Donnerstag, 30. 11., 19.00 Uhr: Richard Schubert, Unruhe vor dem Sturm

Ob die ideologischen Kollateralschäden der Flüchtlingskrise und des Terrorismus, Brexit, Islam, Charlie Hebdo, Köln, Putin, Erdoğan, Conchita Wurst, die „Wertedebatte“, Sprachpopulismus und Sprachkritik, die Integrationslüge, der permanente Ausnahmezustand, Facebookillusionen, die Unterwerfung Griechenlands durch ein neobyzantinisches Austeritätsregime, aufmerksame Bestandsaufnahmen türkischer Politik oder der Präsidentschaftswahlkampf in Österreich – gewohnt sprachwitzig und -gewaltig erhebt Richard Schuberth Einspruch gegen politische und gesellschaftliche Zumutungen. Widmet sich der erste Band vorwiegend der ideologischen Festung Europa und Österreichs Platz darin, so zieht sich Schuberth im zweiten Band auf vertrauteres Territorium zurück und beleuchtet balkanische, türkische und vor allem griechische Geschichte und Gegenwart. Herzstück: das essayistische Epos „Athenae delendae sunt – Von notleidenden Krediten und notleidenden Griechen“, Schuberths Abrechnung mit der ökonomischen, medialen und politischen Unterwerfung Griechenlands durchs deutsch-europäische Austeritätsregime.

Richard Schuberth, geb. 1968 in Ybbs a. d. Donau, Autor von Romanen, Essays, Dramen, Aphorismen, Gedichten, Satiren, Polemiken, wissenschaftlichen Texten und einem Musiklexiko. Zuletzt veröffentlichte er den Roman „Chronik einer fröhlichen Verschwörung“ (2015), das Sachbuch „Bevor die Völker wussten, dass sie welche sind“ (2015) und den Essayband „Karl Kraus – 30 und drei Anstiftungen“ (2016).

Richard Schuberth

Unruhe vor dem Sturm

Drava Verlag, € 21,50

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Team

Ich arbeite seit März 2013 für das Literaturbuffet. In dieser besten Buchhandlung (und natürlich Café) der Welt bin ich für alle sozialen Aktivitäten zuständig. Und die Website. Und und und. ;)

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