Das war: Ein Sonntag für Viktor Hofmann

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A. Nitzberg – CC Photo

Alexander Nitzberg las bei uns aus dem Werk Viktor Hofmanns!

Viktor Hofmann

Viktor Hofmann wurde 1884 in Moskau als Sohn eines kulturbeflissenen österreichischen Möbelfabrikanten geboren. Die Kindheit Hofmanns verlief harmonisch. Er besuchte ein Gymnasium, wo er schon früh sein Talent als Lyriker bewies. Bereits während der Schulzeit knüpfte er Kontakte zu Vertretern der Moskauer Moderne.

Schon als Schüler schrieb er Verse und studierte später Jura. Meistens besuchte er aber Vorlesungen zu Philosophie und Sprachwissenschaft, während er als Publizist und Hauslehrer tätig war.

1904 trat er dann mit dem „Buch der Anfänge“ als Lyriker an eine breitere Öffentlichkeit, begründete damit den Stil des „mystischen Intimismus“ und verfasste als Redakteur der Zeitschrift „Die Kunst“ zahlreiche Rezensionen und Essays. Nach der Veröffentlichung seines zweiten Gedichtbandes beschloss er, fortan nur Prosa zu verfassen.

Viele seiner Texte, darunter „Ich fahre weg“, „Im silbernen Kranz“, „Untreu“ und „In den Bergen“, wurden in Zeitschriften gedruckt. Seine große Romantrilogie hingegen stellte er nie fertig, vernichtete sie vermutlich am Ende sogar selbst. „Das Meer hat gelogen“, ein Werk aus dem Umfeld dieser Arbeit, blieb als einziges Fragment übrig.

1911 wurde er während eines Paris-Aufenthaltes so von Neurasthenie geplagt, dass er sich aus Furcht vor dem Wahnsinn erschoss. (Quelle: Wikipedia)

Alexander Nitzberg

Alexander Nitzberg wurde 1969 in einer Künstlerfamilie in Moskau geboren. (Mutter Schauspielerin, Vater Maler und Bildhauer). 1980 reiste er nach Deutschland aus. Er studierte Germanistik und Philosophie in Düsseldorf und lebt nun als freier Schriftsteller, Übersetzer, Publizist, Librettist und Rezitator in Wien. Er übersetzte die im Lilienfeld-Verlag erschienenen Erzählungen Viktor Hofmanns. Die Neuübersetzungen der Romane Michail Bulgakows brachten Nitzberg bei Publikum und Kritik gleichermaßen größte Anerkennung.

Seine Arbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ersten Düsseldorfer Lyrikpreis (1996), dem Förderpreis für Literatur der Stadt Düsseldorf (1998) und des Landes NRW (1998) sowie auf Vorschlag von Peter Rühmkorf mit dem Förderpreis zum Joachim-Ringelnatz-Preis der Stadt Cuxhaven (2002). 2008 erhielt er den Förderpreis zum Hugo-Ball-Preis der Stadt Pirmasens, 2009 das Fellowship-Stipendium der Stiftung Insel Hombroich und war 2010 zur Ernst-Jandl-Poetikdozentur nach Wien eingeladen.

Bilder ©2013 by Literaturbuffet

Und hier geht’s zu den Bildern des Studio Rotkäppchen (Hier entlang!)

 

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Ich arbeite seit März 2013 für das Literaturbuffet. In dieser besten Buchhandlung (und natürlich Café) der Welt bin ich für alle sozialen Aktivitäten zuständig. Und die Website. Und und und. ;)

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