Der Täuscher
Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 13:41 Uhr
Daniel Scepka
Jefferey Deaver, Der Täuscher
Blanvalet / € 10,30 (Taschenbuchausgabe) 544 Seiten ISBN 978-3764502966
Dieses Buch ist auch gebunden erhältlich! (€ 19,50)
Das Wissen Macht bedeutet, ist in der Zwischenzeit jedem klar. Nicht klar ist jedoch wieviel Macht es bedeuten kann - insbesondere dann, wenn es in die falschen Hände gerät. Etwa in die eines Mörders.
In "Der Täuscher" bekommen es der geniale Lincoln Rhymes und die schöne Polizistin Amelia Sachs mit einem Verbrecher zu tun, der seinesgleichen sucht, denn traut man allen vorhandenen Daten (etwa den Beweisen, die man am Tatort eingesammelt hat), so scheinen sämtliche Gewaltakte auf unterschiedliche Urheber zurückzugehen. Sie besitzen noch nicht einmal ein gemeinsames und für alle sofort ersichtliches Muster, nach dem die Polizei suchen könnte. Bei genauerer Betrachtung fällt höchstens einmal auf, dass es kaum je zuvor eindeutigere Hinweise auf die (vermeintlichen) Verbrecher gab.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. Juli 2010 um 12:47 Uhr
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Eine großartige Liebesgeschichte
Freitag, den 09. Juli 2010 um 10:08 Uhr
Kurt Lhotzky

Alix Kates Shulman, Zu lieben was ist
Bastei Lübbe / € 17,50 272 Seiten ISBN 978-3785724019
Alix Kates Shulman ist in den USA eine bekannte Größe: Vorkämpferin der Frauenbewegung, Autorin eines der ersten Romane, der aus der Frauenbewegung hervorgegangen ist („Memoirs of an Ex-Prom Queen)“, Biographin der bedeutenden amerikanischen Anarchistin Emma Goldman,
Bastei Lübbe stellt sie nun einem breiten deutschsprachigen Publikum mit einem außergewöhnlichen Roman vor: Der autobiographischen Liebesgeschichte „Zu lieben was ist“. Ausgangspunkt der Buches ist der schreckliche Unfall ihres zu diesem Zeitpunkt 75jährigen Mannes Scott (sie selbst ist 72). Er stürzt im gemeinsamen Ferienhaus über eine meterhohe Treppe und erleidet neben Knochenbrüchen auch schwere Hirnverletzungen.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 13:38 Uhr
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Immer diese Einzeltäter
Montag, den 05. Juli 2010 um 09:19 Uhr
Kurt Lhotzky
Wolfgang Schorlau,
Das München-Komplott
Denglers fünfter Fall
kiwi / Euro 9,20 ISBN 978-3462041323 334 Seiten
Erinnern Sie sich noch an Franz Fuchs? Den Mann, der angeblich im Alleingang die "Bajuwarische Befreiungsarmee" war, Briefbomben verschickte und die mörderische Sprengfalle von Oberwart legte? Eine These, die immer wieder angezweifelt wird. Aber eine Neuaufnahme der Ermittlungen kommt dann doch nie zustande.
Wolfgang Schorlaus "München-Komplott" beschäftigt sich mit einem brisanten Thema der jüngeren deutschen Geschichte: Dem weitgehend aus dem Gedächtnis verdrängten Attentat auf das Münchner Oktoberfest vom September 1980, bei dem 13 Menschen getötet und über 200 zum Teil schwer verletzt worden waren. Damit war der Anschlag auf der "Wiesn" der blutigste Terrorakt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Hatten CSU-Politiker noch in der Nacht des Verbrechens auf die "rote Spur" hingewiesen, ergab die Identifikation des verstümmelten Leichnams des mutmaßliche Attentäters Gundolf Köhler sehr bald, dass die Spur nach rechtsaußen, zur sogenannten "Wehrsportgruppe Hoffmann" führte.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Juli 2010 um 12:09 Uhr
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Ein visuelles Panorama der Sowjet-Geschichte
Freitag, den 09. Juli 2010 um 10:19 Uhr
Kurt Lhotzky
David King, Roter Stern über Russland
Mehring / € 41,10 > 550 Schwarz/weiß- und Farbabbildungen! ISBN 978-3-88634-091-0
»Roter Stern über Russland« ist eine fesselnde visuelle Geschichte der UdSSR von 1917 bis zum Tode Stalins. Der aufrüttelnde, dem Cinéma Vérité ähnliche Stil versetzt den Betrachter mitten hinein in die umwälzenden Ereignisse, die für die Bürger des ersten Arbeiterstaates der Welt mit Hoffnungen, Chaos, Heroismus und Schrecken verbunden waren. Revolutionären Erschütterungen folgen Bürgerkrieg und Hungersnot; Stalins Großem Terror der 1930er Jahre die brutale Invasion der Nazis. Mit dem Intrigenspiel, das den Tod des Diktators 1953 umgab, schließt der Bildband.
Mehr als 550 Plakate, Fotografien und Zeichnungen sind hier in höchster Qualität wiedergegeben, begleitet von kenntnisreichen und informativen Texten. Viele der Bilder sind hier zum ersten Mal zu sehen. Ausgehend von den großen historischen Ereignissen, richtet der Autor den Fokus auf einzelne Ereignisse und Schicksale. So entreißt er, gestützt auf das Wirken der hervorragendsten sowjetischen Designer, Künstler und Fotografen des 20. Jahrhunderts viele vergessene Helden und auch Verbrecher der Vergessenheit.
David King ist Herausgeber von »Stalins Retuschen« und »The Victims of Stalin« (2003) sowie zahlreicher weiterer Bücher über die Sowjetunion. Er war Leiter des Kunstressorts bei der Sunday Times von 1965 bis 1975 und besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen russischer revolutionärer Kunst.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 14:04 Uhr
Das Rätsel des Altonaer Blutsonntags
Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 22:15 Uhr
Kurt Lhotzky
Brack, Robert
Blutsonntag
Roman Edition Nautilus, EUR 14,30

Robert Brack, dessen 2008 erschienener dokumentarischer Kriminalroman „Und das Meer gab seine Toten wieder“ ein realistisches und beklemmendes Bild der niedergehenden Weimarer Republik zeichnete, hat eine der Figuren dieses Romans nun zur Heldin seines neuen Romans „Blutsonntag“ gemacht. Klara Schindler, die widerborstige kommunistische Journalistin der „Hamburger Volkszeitung“, recherchiert auf eigene Faust, was tatsächlich am „Altonaer Blutsonntag“ geschah.
Am 17. Juli 1932 hatten die Nazis den vorgezogenen Reichstagswahlkampf als Vorwand gewählt, um einen Aufmarsch in Altona durchzuführen, das damals noch nicht zu Hamburg gehörte. Die Arbeiterviertel der Stadt waren Hochburgen von KPD und SPD, auch wenn sich zunehmend Arbeitslose in der NSDAP organisierten. 7.000 Nazis – darunter SA- und SS-Verbände – marschierten, begleitet von geringen Polizeikräften, in die proletarischen Stadtviertel ein. Nachdem es zu Schmähungen und dem Skandieren antifaschistscher Sprechchöre gekommen war, attackierten Angehörige des Altonaer SA-Sturms 1 Passantinnen und Passanten. Es gab die ersten Schwerverletzten, Mitglieder der Arbeiterparteien und ihrer Selbstverteidigungsorganisationen konnten die Nazis aber letztlich
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 22:26 Uhr
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Ennsthaler VS Thalia (UPDATE)
Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 15:23 Uhr
Kurt Lhotzky
Am 28. 6. 2010 gab der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels auf seiner Homepage die Beilegung des Konflikts zwischen Thalia und Verlag und Auslieferung Ennsthaler bekannt:
Zitiert nach: http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=2855
28.06.2010
Ennsthaler und Thalia wieder im Geschäft
Der Konflikt zwischen Ennsthaler und Thalia ist beigelegt. In einem am Montag, 28. Juni, von Thalia-Österreich-Geschäftsführer Josef Pretzl geführten Telefonat wurde dem Wunsch von Ennsthaler, die Geschäftsbeziehung zu Thalia wieder aufzunehmen, entsprochen.
In der Vorwoche hatte der oberösterreichische Familienbetrieb Ennsthaler, zu dem eine Buchhandlung, ein Verlag sowie eine Auslieferung gehören, in einem offenen Brief starke Vorwürfe gegen Thalia erhoben. Vor einem halben Jahr habe die Buchhandelskette Thalia Ennsthaler angeboten, dessen Buchhandlung am Stadtplatz in Steyr, zu übernehmen. Doch Gottfried Ennsthaler hat sich entschieden, eigenständig zu bleiben. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine branchenübliche Geschäftsbeziehung mit Thalia, sie haben unsere Bücher aus Verlag und Auslieferung bestellt, wir hatten eine gute Geschäftsbeziehung“, schreibt Regina Ennsthaler in ihrem offenen Brief. Das habe sich mit der Ablehnung des Kaufangebots schlagartig geändert: Wenn Ennsthaler nicht verkaufe, würde Thalia bei der Auslieferung und dem Verlag Ennsthaler nicht mehr bestellen. Tatsächlich vertrieb Thalia die Bücher des Verlags seit Mai 2010 nicht mehr und hatte Ennsthaler auch als Lieferanten gesperrt. Vonseiten Thalia heißt es, Ennsthaler habe die Geschäftsbeziehung im April 2010 selbst abgebrochen, was Ennsthaler jedoch bestreitet.
Mit der neuerlichen Aufnahme der Geschäftsbeziehungen ist nun nach fünf Tagen Ruhe eingekehrt. Ab sofort bestellt Thalia wieder bei Ennsthaler.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 15:30 Uhr
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