Eine großartige Liebesgeschichte
Freitag, den 09. Juli 2010 um 10:08 Uhr
Kurt Lhotzky

Alix Kates Shulman, Zu lieben was ist
Bastei Lübbe / € 17,50 272 Seiten ISBN 978-3785724019
Alix Kates Shulman ist in den USA eine bekannte Größe: Vorkämpferin der Frauenbewegung, Autorin eines der ersten Romane, der aus der Frauenbewegung hervorgegangen ist („Memoirs of an Ex-Prom Queen)“, Biographin der bedeutenden amerikanischen Anarchistin Emma Goldman,
Bastei Lübbe stellt sie nun einem breiten deutschsprachigen Publikum mit einem außergewöhnlichen Roman vor: Der autobiographischen Liebesgeschichte „Zu lieben was ist“. Ausgangspunkt der Buches ist der schreckliche Unfall ihres zu diesem Zeitpunkt 75jährigen Mannes Scott (sie selbst ist 72). Er stürzt im gemeinsamen Ferienhaus über eine meterhohe Treppe und erleidet neben Knochenbrüchen auch schwere Hirnverletzungen.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Juli 2010 um 13:38 Uhr
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Immer diese Einzeltäter
Montag, den 05. Juli 2010 um 09:19 Uhr
Kurt Lhotzky
Wolfgang Schorlau,
Das München-Komplott
Denglers fünfter Fall
kiwi / Euro 9,20 ISBN 978-3462041323 334 Seiten
Erinnern Sie sich noch an Franz Fuchs? Den Mann, der angeblich im Alleingang die "Bajuwarische Befreiungsarmee" war, Briefbomben verschickte und die mörderische Sprengfalle von Oberwart legte? Eine These, die immer wieder angezweifelt wird. Aber eine Neuaufnahme der Ermittlungen kommt dann doch nie zustande.
Wolfgang Schorlaus "München-Komplott" beschäftigt sich mit einem brisanten Thema der jüngeren deutschen Geschichte: Dem weitgehend aus dem Gedächtnis verdrängten Attentat auf das Münchner Oktoberfest vom September 1980, bei dem 13 Menschen getötet und über 200 zum Teil schwer verletzt worden waren. Damit war der Anschlag auf der "Wiesn" der blutigste Terrorakt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Hatten CSU-Politiker noch in der Nacht des Verbrechens auf die "rote Spur" hingewiesen, ergab die Identifikation des verstümmelten Leichnams des mutmaßliche Attentäters Gundolf Köhler sehr bald, dass die Spur nach rechtsaußen, zur sogenannten "Wehrsportgruppe Hoffmann" führte.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. Juli 2010 um 12:09 Uhr
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Thalia VS Ennsthaler
Dienstag, den 29. Juni 2010 um 13:59 Uhr
Kurt Lhotzky
Zur Debatte um angebliche Boykottmaßnahmen von Thalia gegen Verlag und Auslieferung Ennsthaler (Steyr)
Seit einigen Tagen kursiert ein Brief, in dem die Miteigentümerin der alteingesessenen Steyrer Buchhandlung Ennsthaler, Frau Regina Ennsthaler, über die Gangart der Thalia-Geschäftsführung gegen ihr Unternehmen, das auch eine Buchauslieferung und einen Verlag umfasst, berichtet.
Zusammengefasst: Frau Ennsthaler wirft Thalia vor, durch Boykottmaßnahmen gegen die Auslieferung und den Ennsthaler-Verlag auf die Ablehnung eines Kaufangebots für den Buchhandelsstandort am Steyrer Hauptplatz reagiert zu haben. Dadurch wären - lt. Frau Ennsthaler – neben ihrer eigenen Existenz die Arbeitsplätze von rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefährdet.
Die Thalia-Kette ist bereits in der Vergangenheit wiederholt wegen ihres Umgangs mit Lieferanten und Konkurrenten in die Kritik geraten (u.a. in einem ausführlichen Artikel auf Seite 3 der Süddeutschen Zeitung während der Frankfurter Buchmesse 2009). Die Stoßrichtung ist immer die gleiche: Eine marktbeherrschende Macht versucht, sich Verlage zu unterwerfen und Konkurrenten vom Markt zu fegen.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 06:24 Uhr
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Das Rätsel des Altonaer Blutsonntags
Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 22:15 Uhr
Kurt Lhotzky
Brack, Robert
Blutsonntag
Roman Edition Nautilus, EUR 14,30

Robert Brack, dessen 2008 erschienener dokumentarischer Kriminalroman „Und das Meer gab seine Toten wieder“ ein realistisches und beklemmendes Bild der niedergehenden Weimarer Republik zeichnete, hat eine der Figuren dieses Romans nun zur Heldin seines neuen Romans „Blutsonntag“ gemacht. Klara Schindler, die widerborstige kommunistische Journalistin der „Hamburger Volkszeitung“, recherchiert auf eigene Faust, was tatsächlich am „Altonaer Blutsonntag“ geschah.
Am 17. Juli 1932 hatten die Nazis den vorgezogenen Reichstagswahlkampf als Vorwand gewählt, um einen Aufmarsch in Altona durchzuführen, das damals noch nicht zu Hamburg gehörte. Die Arbeiterviertel der Stadt waren Hochburgen von KPD und SPD, auch wenn sich zunehmend Arbeitslose in der NSDAP organisierten. 7.000 Nazis – darunter SA- und SS-Verbände – marschierten, begleitet von geringen Polizeikräften, in die proletarischen Stadtviertel ein. Nachdem es zu Schmähungen und dem Skandieren antifaschistscher Sprechchöre gekommen war, attackierten Angehörige des Altonaer SA-Sturms 1 Passantinnen und Passanten. Es gab die ersten Schwerverletzten, Mitglieder der Arbeiterparteien und ihrer Selbstverteidigungsorganisationen konnten die Nazis aber letztlich
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 22:26 Uhr
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Ennsthaler VS Thalia (UPDATE)
Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 15:23 Uhr
Kurt Lhotzky
Am 28. 6. 2010 gab der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels auf seiner Homepage die Beilegung des Konflikts zwischen Thalia und Verlag und Auslieferung Ennsthaler bekannt:
Zitiert nach: http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=2855
28.06.2010
Ennsthaler und Thalia wieder im Geschäft
Der Konflikt zwischen Ennsthaler und Thalia ist beigelegt. In einem am Montag, 28. Juni, von Thalia-Österreich-Geschäftsführer Josef Pretzl geführten Telefonat wurde dem Wunsch von Ennsthaler, die Geschäftsbeziehung zu Thalia wieder aufzunehmen, entsprochen.
In der Vorwoche hatte der oberösterreichische Familienbetrieb Ennsthaler, zu dem eine Buchhandlung, ein Verlag sowie eine Auslieferung gehören, in einem offenen Brief starke Vorwürfe gegen Thalia erhoben. Vor einem halben Jahr habe die Buchhandelskette Thalia Ennsthaler angeboten, dessen Buchhandlung am Stadtplatz in Steyr, zu übernehmen. Doch Gottfried Ennsthaler hat sich entschieden, eigenständig zu bleiben. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine branchenübliche Geschäftsbeziehung mit Thalia, sie haben unsere Bücher aus Verlag und Auslieferung bestellt, wir hatten eine gute Geschäftsbeziehung“, schreibt Regina Ennsthaler in ihrem offenen Brief. Das habe sich mit der Ablehnung des Kaufangebots schlagartig geändert: Wenn Ennsthaler nicht verkaufe, würde Thalia bei der Auslieferung und dem Verlag Ennsthaler nicht mehr bestellen. Tatsächlich vertrieb Thalia die Bücher des Verlags seit Mai 2010 nicht mehr und hatte Ennsthaler auch als Lieferanten gesperrt. Vonseiten Thalia heißt es, Ennsthaler habe die Geschäftsbeziehung im April 2010 selbst abgebrochen, was Ennsthaler jedoch bestreitet.
Mit der neuerlichen Aufnahme der Geschäftsbeziehungen ist nun nach fünf Tagen Ruhe eingekehrt. Ab sofort bestellt Thalia wieder bei Ennsthaler.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. Juni 2010 um 15:30 Uhr
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Lesung: Romanzo Criminale
Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 18:29 Uhr
Administrator
Dienstag, 15. Juni 2010, 19.30
Karin Fleischanderl präsentiert "Romanzo Criminale" von Giancarlo DeCataldo und spricht über das harte Los der Übersetzer/innen
Karin Fleischanderl, eine der renommiertesten Übersetzerinnen Österreichs, Mitglied der Jury des Bachmann-Preises, Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift KOLIK, hat mit "Romanzo Criminale" von Giancarlo DeCataldo einen unserer Meinung nach herausragenden (Kriminal)Roman der italienischen Gegenwartsliteratur fulminant ins Deutsche übertragen.
Leserinnen und Leser haben an diesem Abend nicht nur die Gelegenheit, den monumentalen Roman kennenzulernen, sondern auch einiges über die Mühen der Übersetzungsarbeit zu erfahren.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Juli 2010 um 18:04 Uhr
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