
Tana French, einer jungen irischen Autorin, verdanken wir einen der bemerkenswertesten Krimis dieses Sommers: "Grabesgrün". Eine archäologische Ausgrabungsstätte bei Dublin, in der Nähe eines Vororts, der sicher nicht die Heimstatt der Reichen und Schönen ist. Ein kleines Mädchen, dessen Leichnam auf einem keltischen Opferaltar gefunden wird.
Wer jetzt sagt "Eh klar, wie das weitergeht", irrt sich gewaltig.
Denn Rob, der männliche Part des Ermittlerduos der Dubliner Polizei, schleppt ein düsteres Geheimnis mit sich herum: Vor vielen Jahren wurde er im gleichen Wald, der nun neuerlich Schauplatz eines Verbrechens ist, selbst zum Opfer einer geheimnisvollen Untat.
Und dann bekommt die Handlung noch einen zusätzlichen Twist, der sich aus dem Klientelismus der irischen Politik ergibt. Hängt das Verbrechen vielleicht damit zusammen, dass die archäologische Fundgrube zugunsten einer Stadtautobahn plattgemacht werden soll?
Wenn Sie wissen wollen, was wirklich vorging, müssen Sie wohl zu "Grabesgrün" greifen. Sie werden es nicht bereuen! 672 Seiten lang wird Sie die brillant komponierte Story nicht zur Ruhe kommen lassen.
Tana French, Grabesgrün, Scherz-Verlag; EUR 17,40



