Am 28. 6. 2010 gab der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels auf seiner Homepage die Beilegung des Konflikts zwischen Thalia und Verlag und Auslieferung Ennsthaler bekannt:
Zitiert nach: http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=2855
28.06.2010
Ennsthaler und Thalia wieder im Geschäft
Der Konflikt zwischen Ennsthaler und Thalia ist beigelegt. In einem am Montag, 28. Juni, von Thalia-Österreich-Geschäftsführer Josef Pretzl geführten Telefonat wurde dem Wunsch von Ennsthaler, die Geschäftsbeziehung zu Thalia wieder aufzunehmen, entsprochen.
In der Vorwoche hatte der oberösterreichische Familienbetrieb Ennsthaler, zu dem eine Buchhandlung, ein Verlag sowie eine Auslieferung gehören, in einem offenen Brief starke Vorwürfe gegen Thalia erhoben. Vor einem halben Jahr habe die Buchhandelskette Thalia Ennsthaler angeboten, dessen Buchhandlung am Stadtplatz in Steyr, zu übernehmen. Doch Gottfried Ennsthaler hat sich entschieden, eigenständig zu bleiben. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine branchenübliche Geschäftsbeziehung mit Thalia, sie haben unsere Bücher aus Verlag und Auslieferung bestellt, wir hatten eine gute Geschäftsbeziehung“, schreibt Regina Ennsthaler in ihrem offenen Brief. Das habe sich mit der Ablehnung des Kaufangebots schlagartig geändert: Wenn Ennsthaler nicht verkaufe, würde Thalia bei der Auslieferung und dem Verlag Ennsthaler nicht mehr bestellen. Tatsächlich vertrieb Thalia die Bücher des Verlags seit Mai 2010 nicht mehr und hatte Ennsthaler auch als Lieferanten gesperrt. Vonseiten Thalia heißt es, Ennsthaler habe die Geschäftsbeziehung im April 2010 selbst abgebrochen, was Ennsthaler jedoch bestreitet.
Mit der neuerlichen Aufnahme der Geschäftsbeziehungen ist nun nach fünf Tagen Ruhe eingekehrt. Ab sofort bestellt Thalia wieder bei Ennsthaler.
Wir haben als Reaktion auf unsere Stellungnahme zu den Vorfällen in Steyr viele zustimmende und einige kritische bis negative Reaktionen erhalten. Wir verstehen durchaus, dass einige unserer Kundinnen und Kunden irritiert waren, weil wir in diesem Konflikt scheinbar Partei für ein Unternehmen ergriffen haben, das unserer Orientierung diametral entgegengesetzt ist. Unserer Meinung nach ist die inhaltliche Kritik an Produkten aus dem Hause Ennsthaler aber deutlich von der Zustimmung zu den angeblich von Thalia gegen einen Konkurrenten ergriffenen Maßnahmen zu trennen. Dass es bei diesem Konflikt nicht um Inhalte gegangen ist, bestätigt ja die oben zitierte Pressemeldung: Um Inhalte ist es nie gegangen, sondern um rein wirtschaftliche Erwägungen.



