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Mittwoch, 2. Oktober 2019, 19.00 Uhr: Ein Abend mit Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy,
geboren 1952 in Oberösterreich, lebt in Wien und Oberösterreich. Langjährige Arbeit als Journalistin. Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften. Max-von-der-Grün-Preis, Theodor-Körner-Preis. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien.
Bücher: Aurach (Roman 2002), Zwischen Landschaft (Prosa, 2006), Einmündung (Roman, 2008), Drift (Roman, 2009), Schwimmfüchslein (Roman 2013), Der Mann im Goldrahmen (Roman 2016), Eines Tages verschwand Karola (Roman, Verlag Wortreich 2018).
www.judith-gruber-rizy.com

Die Autorin liest aus ihren letzten Romanen:

Der Mann im Goldrahmen

Eine Frau, nicht mehr ganz jung und Fotokünstlerin von Beruf, zieht sich ein Jahr lang aufs Land zurück, um dort in der Einsamkeit ein ganz spezielles Projekt zu verwirklichen: Jeden Morgen um exakt dieselbe Zeit will sie aus dem Kabinettfenster ein Foto schießen, das den Blick auf einen Kirschbaum, ein Gartenhäuschen, einen Kirchturm freigibt. Ihr erwachsener Sohn David, der in der Stadt zurückbleibt, ist dabei ihre wichtigste Bezugsperson, die Beziehungen zu anderen Menschen dagegen werden sporadisch und verblassen nach und nach.

„Schwimmfüchslein“

„Schwimmfüchslein“ nannte Wassily Kandinsky die Malerin Gabriele Münter am Beginn ihrer Beziehung liebevoll. Doch er ertrug es nicht, dass seine Lebensgefährtin als Künstlerin ihren eigenen Weg gehen wollte. Rosa entdeckt auf einer Zugreise ein liegengelassenes Buch, eine Biografie über Gabriele Münter. Rosa, selbst Künstlerin, fühlt sich bald mit dem „Schwimmfüchslein” verwandt – auch sie leidet unter der Nichtbeachtung ihrer Kunst durch den Partner. „Die Kunst wird den Frauen nicht zugestanden“, muss Rosa feststellen. Ein Roman über Künstlerinnen im Ringen um Anerkennung.

Eines Tages verschwand Karola

Rosa ist eine selbstbewusste, sicher situierte Frau. Doch das war nicht immer so. Den Anstoß zu ihrer persönlichen Entwicklung gab einst das spurlose Verschwinden einer Bekannten: Karola. Als Rosa ihrer energischen Freundin Antigone vom Verschwinden erzählt, ist die sofort Feuer und Flamme und nimmt sich prompt vor, Karola wiederzufinden. Rosa verfolgt skeptisch Antigones Suche und erkennt bald, dass das Leben der unauffälligen Karola eine einzige Lüge ist.

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