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Buchhandel ohne Maske – aber nur virtuell!

Wieder eine Woche der „neuen Normalität“ hinter uns. Also ehrlich – ohne nostalgisch zu werden: Uns würde die gute alte Normalität auch schon genügen.

Wobei wir beim Thema Mund-Nasen-Schutzmasken sind. Die Kollegin und der Kollege, die jetzt jeden Tag in der Buchhandlung stehen und sich um Kundenwünsche, Beratung, Warenübernahme, Vorbereitung der Zustellung, den Postversand und eine Menge Arbeiten, die Sie gar nicht kennenlernen wollen, kümmern, haben es wirklich schwer. Wir haben aus hygienischen Sicherheitsgründen im Kassenbereich eine Plexiglasbarrikade errichtet (die übrigens im Fachjargon auf den anheimelnden Namen „Spuckschutz“ hört) – was nichts daran ändert, dass es wirklich kein Vergnügen ist, mehrere Stunden mit einer Gesichtsvermummung zu arbeiten.

Alleine aus Gründen der Fairness ersuchen wir daher eindringlich darum, die Buchhandlung nur mit MNS (Mund-Nasen-Schutzmasken) zu betreten. Auch wenn wir zu den politischen Überlegungen hinter bestimmten Maßnahmen eine klare Meinung haben, ändert das nichts an der Tatsache: Die MNS zu tragen ist ein Gebot der Rücksichtnahme auf die Mitmenschen, und wir verlangen die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen nicht, um jemanden „zu sekkieren“. Wer sich weigert, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen, muss das Geschäft sofort verlassen. Auch für uns als Geschäftsinhaber drohen hohe Geldstrafen, wenn wir auf die Einhaltung der einschlägigen Verordnungen nicht achten. Wir haben auch im Ladenbetrieb keine Zeit, darüber Grundsatzdiskussionen zu führen.

Andererseits: Es geht auch ohne Maske! Um trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die Beratung unserer Kundinnen und Kunden so gut wie möglich zu gewährleisten, bin ich gegebenenfalls über unser neues Firmentablet via Skype erreichbar und kann mich so vom „Home Office“ aus (hoffentlich produktiv) bei der Beantwortung von Fragen einschalten. Wenn es schon „home office“, „home learning“, „home schooling“ gibt, spricht auch nichts gegen „home bookselling“.

In der vergangenen Woche hat unsere Branche in sehr gedämpfter Stimmung den Welttag des Buches (23. April) zelebriert. Wir wollen uns bei dieser Gelegenheit für eine wirklich tolle Initiative der Team CU2 Kreativagentur bedanken, die gratis drei Buchhandlungen mit ihren Gedanken zu diesem Tag vorgestellt hat. Wir fühlen uns geehrt, dass wir dabei sein durften. 

 

Und was mich auch sehr gefreut hat:  Als Ersatz für die entfallene Lesung mit Dr. Werner Anzenberger zum Buch „Plädoyer eines Märtyrers“ haben wir zwei fast einstündige Videos hochgeladen, in denen der Autor unsere Fragen beantwortet und Leseproben geboten hat. Die Zahl der Zugriffe zeigt, dass das Thema viele unserer Kundinnen und Kunden interessiert.

Wir freuen uns weiter darauf, auch in dieser nicht einfachen Situation Ihre Buchwünsche erfüllen zu können.

Kurt Lhotzky

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